Phobien - sinnlos oder sinnhaft?

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Axel
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Phobien - sinnlos oder sinnhaft?

Beitrag von Axel » Montag 14. April 2008, 09:32

Moin Moin!

Man ist st√§ndig bem√ľht seine Horizonte zu erweitern und lernt das ganze Leben. So stie√ü ich auf eine neue Begriffsdefinition.

http://de.wikipedia.org/wiki/Neophobie
Wikipedia hat geschrieben:Als Neophobie (lat.: Neophobia) wird die Angst vor etwas Neuem, unbekannten Situationen, neuartigen Dingen oder fremden Personen bezeichnet.

Menschen und Tiere mit der Angst vor Neuem bezeichnet man auch als neophob im Gegensatz zu neophil.

Verwendet wird der Begriff derzeit hauptsächlich in zwei Zusammenhängen:
1. der Verhaltensbeschreibung von Tieren
2. dem Essverhalten von √ľbergewichtigen Personen
Nun, wie man wei√ü, haben viele psyche Krankheiten oft auch organische Hintergr√ľnde und sind wissenschaftlich erkl√§rbar. Das beste Beispiel w√§re glaube ich die "Schizophrenie", welche oft erblich bedingt sind und durch bestimmte Eiwei√üverbindungen im K√∂rper ausgel√∂st werden.

Aber trifft das auch auf andere psychologische Zustände zu? Gibt es nicht manchmal auch diverse Erklärungszustände, welche mit neuen Krankheiten erfunden werden?

Sind es nicht oft auch eigene Inkompetenzen, etwas nicht zu k√∂nnen, zu verstehen oder durchf√ľhren zu k√∂nnen? Kann ich mit Tabletten eine Zukunftsangst verbessern? :roll:

Verfällt man dann nicht auch leicht dazu etwas als Vorwand zu nehmen, um etwas zu rechtfertigen? Ich habe eine Phobie und kann mein Verhalten damit rechtfertigen.
Meiner Meinung nach sind es die sozialen Defizite, welche dadurch ausgeglichen werden sollen. Ich meine schaut man mal in die Vergangenheit. Wie oft wurde unerklärliche Phänomene mit irgendwelchen göttlichen Eigenschaften abgetan? Gewitter = Gottes Zorn etc.
Irgendwie das Mittelalter der Neuzeit wie ich finde.

Oder halt diverse Schreibschw√§chen heuzutage. Es mag ja sein, dass das schulische Umfeld nicht mehr so toll ist, wie es mal war und viele bildungstechnisch abst√ľrzen, aber liegt es nicht auch an einem selbst was man danach damit macht?
Ich kann nur aus den Erfahrungen meines Umfeldes sprechen. Manche hatten damals in der Schule auch ihre Schw√§chen und Probleme beim Schreiben, aber traf man sie 10 Jahre sp√§ter und sah was aus ihnen wurde, so man man erstaunt, wie man sich ver√§ndert hatte. Man hat eben an sich gearbeitet und es nicht auf fr√ľher geschoben.

Je mehr ich dar√ľber nachdenke, umso mehr erinnert es mich an: http://de.wikipedia.org/wiki/Kaspar_Hauser

F√ľr alles eine Erkl√§rung suchen und finden, obwohl ich etwas nicht begr√ľnden kann oder will. Egal ob Die Super Nanny oder andere diverse Shows, es hat f√ľr mich immer den gleichen Ursprung. Anstatt an seine Probleme zu l√∂sen, werden sie in Mythen verpackt und damit logisch erkl√§rbar gemacht. Nur √§ndert es nichts daran!

Gruß
Axel
... "I don't need GOOGLE my wife knows everything" ...

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