Die Kunst des Redens

Der philosophische Zirkel, bei dem über Sinn und Unsinn geredet wird.
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Die Kunst des Redens

Beitrag von Axel » Mittwoch 31. Oktober 2007, 18:39

... ist mir wohlbekannt und wurde mir zwangsläufig in frühster Kindheit "eingepflanzt". :P

Ich war u.a. Wandzeitungsredakteur und Aggitator für politische Bildung und wurde einmal pro Woche darin auch "geschult". :)
Mal eine Seite als Beispiel: http://www.rhetorik.ch

Inwiefern braucht man die Kunst des Redens? Muss ich wirklich im Alltag dauernd auf Konfrontationskurs gehen, um besser leben zu können oder ist es nur ein Mittel, um weiter zu kommen? Oder brauch ich es nur, um in bestimmten Situationen in die Defensive gehen zu können?

Muss ich immer jemanden auf einen Schlag von etwas überzeugen, oder geht es auch, wenn ich selber als Lockmittel diene, etwas anziehe und dann manipuliere?

Manipuliere? Ich finde schon, dass jede Form der noch so gut aussehenden Überzeugungskräfte, irgendwo auch Manipulation ist. Bin ich dann ein Verfechter der Verschwörungstheorien?
Wie sieht es eigentlich aus, wenn jemand jemanden überzeugen will? Sieht man das immer? Ich sage nein!

Beispiel: Mir geht es heute schlecht. Nichts klappte. Ich habe Schulden und ich bin sehr krank und musste mich ins Bett legen.
Schon erzeuge ich Mitleid, ohne erstmal den Wahrheitsgehalt zu prüfen. Natürlich sagt man oft, es hat was mit Vetrauen zu tun, aber dem kann ich nicht zustimmen. Ich sage mal ganz salopp, man muss immer mit der Dummheit der anderen rechnen und das immer einkalkulieren. Hört sich schlimmer an als es ist.

Beispiel: Ich gehe zum Bäcker. Die Verkäuferin kenne ich schon 20 Jahre und die arbeiete immer gut und ich konnte mich stets auf die verlassen. Aber heute hat sie Kopfweh und arbeitet nur mit 70 % Arbeitsleistung. Das Kopfweh bringt sie dazu, sich bei der Geldrückgabe zu verrechnen. Es ist vielleicht keine böse Absicht, aber das kann eben immer passieren und hat wiederum nichts mit Mißtrauen zu tun. Aber man denkt eben nicht mehr nach, weil man festgefahrene Schemen hat. Das ist nur ein Leichtkostbeispiel von vielen.

Richtig zu reden, setzt aber auch richtig zuhören vorraus. Ohne das wären die besten Worte nutzlos.

Soviel von meiner Seite aus ...

Gruß
Axel
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Susee1982

Beitrag von Susee1982 » Dienstag 29. Januar 2008, 22:22

Ri
Zuletzt geändert von Susee1982 am Freitag 18. April 2008, 14:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Axel » Dienstag 29. Januar 2008, 22:44

Auf Freundschaft bezogen kommt es immer darauf an, wie man Freundschaft definiert, finde ich. Beispiel mein bester Kumpel oder meine engsten Freunde: Wir sagen uns Dinge, wie wir sie empfinden. Wenn jemand meint, einer erzählt gerade Schrott, wird das auch so ausgesprochen. Man lernt so, dass jemand etwas ernst meint und verlässt sich fast schon blind darauf. Das gibt eine gewisse Sicherheit und auch Vetrauen.
Aber das kann man natürlich nicht mit jedem so machen. Oft muss man etwas zurückstecken und nur das Nötigste erzählen. Aber man erzählt nie alles, denn dann wäre man schlichtweg schön doof, wenn man alles offenbahrt.

Das größte Problem beim Reden ist oft die Flüchtigkeit und die Oberflächlichkeit. Der Angriffspunkt schlechthin. Damit kann man jemanden schnell in die Falle locken und mehr Informationen bekommen, als man wollte.

Wichtig sind auch die eigenen Infos und der Wissenstand. Stellt man es richtig an, so kann man jemanden regelrecht in die Ecke diskutieren, sodaß man vermeintlich nur Recht geben kann. Letztendlich ist es immer die Absicht und das Ziel, was man mit einer Diskussion erreichen will. Man versucht immer eine künstliche Grenze zu setzen, um Ziele zu erreichen.
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